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Psychologische Ursachen für Fetische

Psychologische Ursachen für Fetische

Seit „Shades of Grey“ ist das Thema fast jedem bekannt. Es geht um BDSM und Bondage. Sicherlich hat das Lesen der Bücher und das Sehen des ersten Films viele Menschen in der Hinsicht etwas geöffnet und vielleicht auch dazu gebracht es auszuprobieren. Die meisten werden trotzdem gemerkt haben, dass es für sie nichts ist. Wie entstehen solche Fetische? Warum haben einige Menschen das Bedürfnis einen anderen in sexueller Hinsicht zu erniedrigen oder sich auf der anderen Seite sexuell einem anderen völlig zu unterwerfen und ihm ohne wenn und aber zu gehorchen?
Es macht den Eindruck, dass immer mehr Menschen ein BDSM Studio oder eine Domina Zürich aufsuchen, dass immer mehr Menschen Sadomaso praktizieren. Dies liegt sicherlich unter anderem daran, dass die Menschen in unserem Land in den letzten Jahren um einiges toleranter geworden sind. Sicherlich auch daran, dass der christliche bzw. überhaupt der Glaube an eine Religion und das Einhalten der darin enthaltenen Regeln und Gesetze immer weniger wird. Und trotzdem ist BDSM keine Sexualpraktik, die sich in fast jedem Schlafzimmer finden lässt. Noch immer sind die Menschen, die Sadomaso praktizieren in der Minderheit. Auch findet der Besuch eines BDSM Studio oder einer Domina Zürich noch immer eher im Geheimen statt, kaum einer mag trotz zunehmender Toleranz darüber sprechen. Weil es etwas ist, was viele Menschen, trotz der Akzeptanz der Fetische nicht verstehen. Und sie wollen es verstehen. Nur wissen die praktizierenden Sadomaso – Anhänger meist selbst nicht, warum sie diese Sexualpraktik so erregend finden.

Der Einfachheit halber spreche ich im Folgenden von einer Sexsklavin in weiblicher Form und einem Dom in männlicher Form. Hier sind also ein paar Thesen, die die Ursachen für diesen Fetisch darstellen könnten.
Allen voran muss gesagt werden, dass es keine Beweise gibt. Es sind alles nur Vermutungen.
Eine Vermutung ist zum Beispiel, dass die Erregung durch BDSM ganz natürlich in uns verankert ist, diese Vorliebe für viele bloß durch Moral,-und Wertevermittlung nicht mehr ausgelebt werden mögen.
Ein Grund dafür sich in einem BDSM Studio als Sexsklavin bzw. SUB behandeln zu lassen, könnte der sein, dass die SUB sich insgeheim danach sehnt Kontrolle und Verantwortung abzugeben. Sie möchte jemanden haben, der ihr eine Richtung vorgibt, Entscheidungen abnimmt, ihr Leben unter Kontrolle hält. Bei dem sie in Sicherheit ist, solange sie macht, was er sagt. Sie braucht nicht selbst denken, kann vollkommen entspannen und loslassen. Das gleiche gilt natürlich auch für Männer, die sich von einer Domina Zürich bestrafen lassen. Vielleicht denken diese Menschen auch, dass sie es wirklich verdient haben bestraft zu werden.
Das genaue Gegenteil beim Dom. Er möchte kontrollieren, er möchte, dass ihm vertraut wird ohne jeglichen Zweifel. Er möchte Macht, er spielt damit. Er möchte, dass er angebettelt, angefleht wird.
Geht man nun tiefer in diese Materie trifft man auf die Fragen, warum möchte jemand Macht über einen anderen haben?Warum will er, dass jemand alles tut, was er von ihm verlangt? Auf der anderen Seite, warum möchte jemand seinen Willen und seine Verantwortung völlig ablegen und in die Hände eines anderen geben? Auf der Dom-Seite steht der Zwang alles und jeden zu kontrollieren. Er hat Angst davor die Kontrolle zu verlieren, und ebenso vor Zurückweisungen und Abweisungen. Darum verpflichtet er die SUB alles zu bejahen, was er vorhat. Angriff ist die beste Verteidigung. Lieber kränkt und demütigt er jemanden, bevor er selbst gekränkt oder gedemütigt wird. Tief sitzende Kränkungen und Aggressionen sind Bestandteil eines so hohen Macht-und Kontrollbedürfnisses. Das Gefühl geachtet und geschätzt zu werden, obwohl er jemandem weh tut, pusht das geringe Selbstwertgefühl, das mit Überheblichkeit überspielt wird.
Auf der SUB-Seite steht die Überforderung durch die Verantwortung selbständig Entscheidungen zu treffen und ebenso wie beim Dom die Angst vor Abwertung und Zurückweisung. Bevor sie etwas falsch machen könnte und deswegen kritisiert oder gedemütigt werden könnte, macht sie lieber einfach das, was von ihr verlangt wird.
Im sexuellen Sinne sagt man den Sadomasochisten nach, dass sie Sex eigentlich als sündig empfinden und das Gefühl haben, dass es mit Strafe verbunden sein muss.
Auffallend ist, dass viele Sadomasochisten in der Kindheit Gewalt und/oder starke Kontrolle durch die Eltern erfahren haben. Hier könnte man nun auf Freud und die kindliche Sexualität eingehen, das würde den Rahmen jedoch leider sprengen.

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