Von der Korkeiche bis zum Fußboden

Ein Wein sollte nicht nach Kork schmecken. Als Fußbodenbelag wird Kork jedoch immer beliebter. Doch woraus besteht ein Korkboden? Der Rohstoff für den Korkboden wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Diese wird zu Korkgranulat verarbeitet und mit Bindemittel wieder zusammengesetzt. Anschließend wird der Korkboden zu Blöcken zusammengepresst und in der gewünschten Größe ausgesägt. Daraus werden dann die Platten für den Korkboden.

Beim Fußbodenbelag aus Kork ist zwischen dem einschichtigen und dem mehrschichtigen Korkboden zu unterscheiden. Der einschichtige Korkboden besteht nur aus Kork, der mehrschichtige verfügt über eine zusätzliche Laufschicht.

Diese ist dann auch als Dekorschicht zu verstehen. Ist der einschichtige Korkboden irgendwann zerkratzt, dann können Sie ihn abschleifen. Das ist beim Dekor-Korkboden natürlich nicht möglich. Sie würden die Dekorschicht abschleifen. Wenn Sie sich einen vollständig natürlichen Fußbodenbelag wünschen, sollten Sie sich für ein Angebot ohne Oberflächenbeschichtung entscheiden.

Auf dem Korkboden haben Sie immer warme Füße. Denn Kork ist ein guter Isolator. Für die Fußbodenheizung ist Kork aber genau aus diesem Grund nicht geeignet. Der Fußbodenbelag würde einfach zu wenig Wärme durchlassen. Auch der ökologische Fußabdruck des Korkbodens kann sich sehen lassen: Beim Kork handelt es sich um einen regenerativen Rohstoff. Der Baum muss nicht einmal sterben, wenn ihm die Korkrinde entnommen wurde.

Einmal professionell verlegt, hat der Korkboden auch ein langes Leben vor sich: Er ist so langlebig wie ein Parkettboden und kann durchaus 15 Jahre lang Freude bereiten. Und wenn er dann einen neuen Schliff bekommt, spricht nichts dagegen, ihn weitere 15 Jahre zu nutzen. Als Naturprodukt kann der Korkboden im Verlauf der Jahre seine Farbe verändern. Das Sonnenlicht verändert das Holz. Das sollte aber nicht als Fehler oder Nachteil betrachtet werden. Das gehört zu einem natürlichen Korkboden einfach mit dazu.

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